Lesens-Wert? Wert des Lesens?
Von Dinesh Bauer | vom 05.09.2008
Alle Jahre wieder. Es gehört schon fast zum guten Ton dem Festakt in Stockholm fernzubleiben. Stattdessen schleudern zornige alte Männer und Frauen von der hohen Warte ihres Elfenbeintürmchens einen Bannstrahl gegen die leselosen Web-Zeiten. Die Frage ist: Ist etwas Wahres dran an den Unkenrufen unserer literarischen Lichtgestalten? Ist die kulturpessimistische Kritik von Lessing & Co. berechtigt?

Lautet die Devise „Lesen Sie noch – oder surfen Sie schon?“ Oder gehört beides untrennbar zusammen „Lesen und „Surfen“? Wie ist es um die Lesekultur in Deutschland bestellt? Glaubt man den Demoskopen, dann interessieren sich 33% der Deutschen „ganz besonders“ für Bücher. Auf der Skala der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen rangiert das „Bücher lesen“ immerhin auf Platz 8. Aus den Statistiken lässt sich jedoch auch ablesen: die Mehrheit der Deutschen sind „Lesemuffel“.

Was macht den Wert des Lesens aus? Ist Lesen per se überhaupt ein Wert - und warum?

Thesen zum Lesen:

„Beim Lesen guter Bücher wächst die Seele empor.“ (Voltaire)

„Ein Buch kann uns als Axt dienen für das zugefrorene Meer in unserem Inneren.“ (Franz Kafka)

„Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seinen Boden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.“ (Hermann Hesse)

„Wer zu lesen versteht, besitzt den Schlüssel zu großen Taten, zu unerträumten Möglichkeiten.“ (Aldous Huxley)

„Je mehr ich las, umso näher brachten die Bücher mir die Welt, umso heller und bedeutsamer wurde für mich das Leben.“ (Maxim Gorki)

„Ein Buch muss lebendig sein, wenn es etwas Lebendiges bewegen will!“ (Benedikt XVI.)

„Ich habe mir das Paradies immer als eine Art Bibliothek vorgestellt.“ (Jorge Luis Borges)
[ Dieser Beitrag hat mir sehr gut gefallen ] [ Diesen Beitrag kommentieren ]

© by CyberBase