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Vertragen sich europäische Ideale und islamische Traditionen? Ja, meint der Islam-Experte Bassam Tibi. In seinem jüngst erschienenen Werk Euro-Islam. Die Lösung eines Zivilisationskonflikts weist er uns einen Weg


Herr Professor Tibi, was müsste sich konkret ändern, damit Ihre Vision Wirklichkeit wird?

CoverSehr einfach: Den Konflikten ins Auge schauen statt Zensur. Lebenslügen aufgeben und statt der Rhetorik der Integration eine tatsächliche Integrationspolitik betreiben.

Wer ist in der Pflicht, wer kann am meisten bewegen?


Alle Meinungsträger, die eine offene Diskussion mit allen Mitteln verhindern. Diese geistigen Diktatoren haben meine Arbeit über diese Thematik zuerst verhindert und jetzt unmöglich gemacht. Daher denke ich über den Islam in Europa in den USA und in der Welt des Islam, z.B. Indonesien und Marokko, nach, nicht aber in Deutschland. Die Zivilgesellschaft in Europa ist in der Pflicht gegen das geistige Diktat von rechten Islamisten und linken europäischen Gesinnungsethikern eine offenere Diskussion über diese Problematik durchzusetzen.


Religion im vereinten Europa

Es geht ihm um ein friedliches Miteinander der Religionen. In seinem aufrüttelnden Buch Der Staat und die Religionen zeigt Nicolas Sarkozy auf, wie der Staat die Religionsfreiheit gewährleisten kann und gleichzeitig seine Unabhängigkeit wahrt. In Gesprächen mit dem Philosophiedozenten Thibaud Collin und dem Dominikanerpater Philippe Verdin entwickelt er seine Vorstellungen von einem friedlichen Miteinander der Religionen in Frankreich und in Europa. Gerade in Zeiten extremistischer Bedrohungen liefert das Buch einen wichtigen Beitrag zu den aktuellen Diskussionen um die Freiheitsrechte. Es ist ein Plädoyer für Toleranz und Religionsvielfalt.

 

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Umdenken und umsteuern

Politik und Wirtschaft müssen umdenken und umsteuern. Gerade in schwierigen Zeiten gilt: Ideologische und bürokratische Blockaden beseitigen und neue Kräfte freisetzen. In welche Richtung es gehen könnte, zeigt Wolfgang Clement in seinem Buch Klartext. Damit Deutschland wieder in Fahrt kommt ganz praktisch auf. Der ehemalige Ministerpräsident und Bundesminister gibt eine Fülle von Anregungen, damit der Erneuerungsprozess unseres Landes weiter vorangeht. Es beschreibt die deutsche und europäische Regulierungswut und den Einfluss der in den Bundesländern Regierenden über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Er warnt vor der De-Industrialisierung unseres Landes und drängt auf weitere wichtige Reformen.

 

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Ramon Dörfler Mediengestaltung
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